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Continental hebt nach gutem ersten Halbjahr Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge auf rund 11 Prozent an

Jul 31, 2014

  • Konzernergebnis steigt um 14,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro bzw. 6,52 Euro pro Aktie
  • Umsatz wächst nach sechs Monaten um 2,1 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro
  • Operatives Ergebnis (EBIT) liegt bei 1,8 Milliarden Euro
  • Deutliche Reduzierung der Zinslast aufgrund verbesserter Finanzierungskonditionen

Hannover, 31. Juli 2014. Der Continental-Konzern hebt nach einem guten ersten Halbjahr seine Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014 erneut an. „Wir wollen beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) statt bisher mindestens 10,5 Prozent Marge nun rund 11 Prozent erreichen. Beim Free Cashflow vor Akquisitionen rechnen wir aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr jetzt mit mehr als 1,5 Milliarden Euro, nachdem wir bisher von mehr als 1,2 Milliarden Euro ausgegangen sind“, sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart am Donnerstag bei Vorlage der Geschäftszahlen nach dem ersten Halbjahr.

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„Neben kontinuierlichen Effizienzverbesserungen trägt die günstige Entwicklung der Rohstoffkosten zur positiveren Einschätzung bei. Wie schon in der Kommunikation zum ersten Quartal angedeutet, werden allerdings Währungskurseffekte den Umsatz 2014 stark negativ beeinflussen. Statt von 700 Millionen Euro gehen wir nun von einem Negativeffekt in Höhe von rund einer Milliarde Euro aus. Deshalb rechnen wir für das laufende Jahr mit einem weiter gebremsten Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 34,5 Milliarden Euro“, erklärte Degenhart.

Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen stieg der Konzernumsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 5,7 Prozent. Unbereinigt lag das Plus aber bei 2,1 Prozent, damit betrug der Konzernumsatz 16,9 Milliarden Euro. Allein im ersten Halbjahr lag der negative Umrechnungseffekt aus Währungskursen bei rund 600 Millionen Euro. Das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, erhöhte sich überproportional um 14,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Damit stieg das Ergebnis pro Aktie auf 6,52 Euro nach 5,71 Euro im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich zum 30. Juni im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls überproportional um 11 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Marge von 10,7 Prozent nach 9,8 Prozent im Vorjahr.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) stieg im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf knapp 2 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,6 Prozent und damit über dem Wert von 10,8 Prozent nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2013.

Der Continental-Konzern reduzierte seine Netto-Finanzschulden zum 30. Juni auf 4,3 Milliarden Euro. Das sind 1,7 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Der Betrag der Netto-Finanzschulden liegt auch knapp unter dem Stand zum 31. Dezember 2013. Der Verschuldungsgrad, die Gearing Ratio, am Ende des ersten Halbjahres verbesserte sich auf 42,4 Prozent.

„Das negative Zinsergebnis konnten wir im ersten Halbjahr um 220 Millionen Euro auf 141 Millionen Euro senken und somit mehr als halbieren“, erklärte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. „Dazu hat sowohl die Ablösung unseres syndizierten Kredits durch einen neuen syndizierten Kredit mit verbesserten Konditionen im April 2014 beigetragen als auch die bereits im Jahr 2013 erreichte Senkung des durchschnittlichen Nominalzins der von uns begebenen Anleihen von rund 7,5 Prozent auf knapp 2,9 Prozent“, ergänzte Schäfer.

Continental weist im ersten Halbjahr 2014 in der Ergebnisrechnung insgesamt rund 324 Millionen Euro Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus. Dies entspricht einer Steuerquote von 19,4 Prozent nach 6,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. „Maßgeblich für die niedrige Steuerquote ist die Aktivierung von latenten Steuerpositionen, die bisher nicht angesetzt waren und die jetzt aufgrund der guten Ergebnisentwicklung nutzbar werden“, erklärte Schäfer. „Einen vergleichbaren Effekt verzeichnete Continental bereits 2013 bezüglich der Nutzung von Verlustvorträgen in den USA. Für 2014 insgesamt erwarten wir eine Steuerquote von unter 25 Prozent.“

Zum 30. Juni 2014 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster von knapp 6 Milliarden Euro, davon rund 2 Milliarden Euro flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien von knapp 4 Milliarden Euro. Continental verbesserte seinen Free Cashflow nach den ersten beiden Quartalen um 663 Millionen Euro auf 575 Millionen Euro. „Zu der sehr erfreulichen Entwicklung unseres Free Cashflow tragen neben der guten Ergebnisentwicklung auch unsere systematischen Bemühungen zur Senkung des Working Capital bei“, ergänzte Schäfer.

In den ersten sechs Monaten investierte Continental 794 Millionen Euro in Sachanlagen und Software. Damit beträgt die Investitionsquote 4,7 Prozent nach 5,2 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Continental erhöhte den Aufwand für Forschung und Entwicklung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 8,8 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Quote von 6,3 Prozent des Umsatzes nach 6,0 Prozent vor einem Jahr.

Zum Ende des zweiten Quartals beschäftigte Continental 186.278 Mitarbeiter. Das sind rund 8.500 Beschäftigte mehr als am Jahresende 2013. Grund dafür sind vor allem Produktionsanläufe, der Ausbau von Forschung und Entwicklung in der Automotive Group sowie zusätzliche Produktionskapazitäten, Vertriebskanäle und Akquisitionen in der Rubber Group.

Die Automotive Group erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 10,3 Milliarden Euro. Vor Währungskurseffekten wuchs der Umsatz im ersten Halbjahr um 6,7 Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 8,4 Prozent über dem Vorjahresniveau von 7,8 Prozent.

Die Rubber Group erzielte im ersten Halbjahr einen leicht gestiegenen Umsatz von 6,6 Milliarden Euro und erreichte mit 17,5 Prozent eine bereinigte EBIT-Marge, die ebenfalls über dem Vorjahresvergleichswert von 16,0 Prozent liegt.

Hier können Sie sich den "Finanzbericht zum 30. Juni 2014" als pdf-Datei herunterladen.