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Ein-Kanal-ABS von Continental erhöht die Fahrsicherheit der Vespa Primavera und Sprint von Piaggio

Aug 14, 2014

  • Weltweit erste Einführung des Sicherheitssystems bei der italienischen Piaggio-Gruppe, einem der führenden Hersteller von motorisierten Zweirädern.
  • ABS für Motorroller und Motorräder verhindert Blockieren des Vorderrades beim Bremsen und reduziert dadurch das Unfallrisiko des Fahrers.

Frankfurt am Main, 14. August 2014. Motorroller fahren ist ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Auf der Erhöhung der Sicherheit von motorisierten Zweirädern zum Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Motorroller- und Motorradfahrer liegt und lag schon immer ein großes Augenmerk. Die Fahrzeugstabilität zu erhöhen und ein Blockieren des Vorderrads zu verhindern ist sehr wichtig, da ein blockierendes Vorderrad leicht zu einem Sturz führen kann. Laut ADAC Unfallforschung hätte rund jeder fünfte Motorradunfall verhindert werden können, wenn die Zweiräder mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet gewesen wären. Wie beim Auto ist es auch für Zweiräder wichtig, dass bei einer Vollbremsung das Fahrzeug stabil bleibt. Zur Verbesserung der aktiven Fahrsicherheit von Motorrädern hat der internationale Automobilzulieferer Continental sein auf Basis bewährter PKW-ABS-Technologie entwickeltes Angebot an elektronischen Bremssystemen um ein Ein-Kanal-ABS für kleinere Motorräder und Roller erweitert. Weltweit erstmals ging das Sicherheitssystem im Frühjahr 2014 bei der Vespa Primavera und der Vespa Sprint der italienischen Piaggio-Gruppe in Serie.

Copyright: Piaggio Group. Weltweit erstmals ging das Ein-Kanal-ABS im Frühjahr 2014 bei der Vespa Primavera der italienischen Piaggio-Gruppe in Serie. Bilddownload

„Die Beteiligung an solchen Erfolgsmodellen macht uns stolz und unterstreicht den Anspruch von Continental, unseren Kunden innovative Lösungen anbieten zu können“, sagte Ronan Le Roy, Leiter des Motorradgeschäfts im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics der Division Chassis & Safety bei Continental. Bereits seit zehn Jahren entwickelt und produziert Continental Antiblockiersysteme für Zweiräder, um die aktive Fahrsicherheit von Motorrädern immer weiter zu verbessern. Das Ein-Kanal-ABS mit einem Box-Volumen von deutlich unter 300 Kubikzentimetern ist mit rund 420 Gramm sehr leicht und an die unterschiedlichen Motorrad- und Motorrollermodelle einfach anzupassen. Durch die ABS-Regelung des Vorderrades wird auch bei einer Panikbremsung das Blockieren des Rades verhindert und der Sturz sicher vermieden. Ein Raddrehzahlsensor kontrolliert ständig, wie schnell sich das Vorderrad dreht und die Algorithmen in der Reglereinheit ermitteln daraus, ob dann beim Bremsen ein Blockieren droht. Ist das der Fall, reduziert das System den Bremsdruck und verhindert damit den Verlust der Fahrstabilität.

Das Ein-Kanal-ABS ist an unterschiedliche Motorrad- und Motorrollermodelle einfach anzupassen. Bilddownload

Das Ein-Kanal-ABS ergänzt das Continental-Produktportfolio an bereits in Serienproduktion befindlichen Systemen für Motorräder: Motorrad-Integral-Bremssysteme und Motorrad-ABS (Zwei- und Drei-Kanal-ABS). Die Piaggio-Gruppe ist und war schon immer ein Pionier in der Roller- und Motorradsicherheit und vertraut auch bei weiteren Modellen auf Technik von Continental. So sind die Vespa GTS 300, die Piaggio Beverly, die Vespa 946, die Piaggio X10 sowie Motorräder mit einem Zwei-Kanal-ABS erhältlich. Das Drei-Kanal-ABS ist bei der Piaggio MP3 im Einsatz. „Entsprechend unserem Motto ‚Sicherheit für alle‘ wollen wir das Ein-Kanal-ABS allen Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stellen und den Motorradfahrern weltweit einen wesentlichen Sicherheitsgewinn anbieten“, sagte Lothar Kienle, Leiter Entwicklung Motorrad im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics. Wie groß der Bedarf ist zeigt eine Studie zur weltweiten Verkehrssicherheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2013: So machen Zwei- und Dreiradfahrer weltweit einen Anteil von 23 Prozent an den Verkehrstoten aus. Während die Zahl in Europa bei zwölf Prozent liegt, steigt sie in Südostasien auf 33 Prozent.

Dass sich durch ABS viele Unfälle vermeiden oder die Aufprallschwere verringern lässt, zeigt auch der DEKRA Verkehrssicherheitsreport Motorrad 2010. Laut Report wären bei einer Ausstattung der Motorräder mit ABS 25 bis 35 Prozent der ausgewerteten schweren Unfälle vermeidbar gewesen wären. „Der flächendeckende Einsatz von ABS bei Motorrädern und Motorrollern wäre ein entscheidender Beitrag, die Zahl der Schwerverletzten und Unfalltoten deutlich zu senken“, sagte Kienle. Selbst europaweit ist die Rate der mit ABS ausgestatteten Motorräder noch gering. Ein Zustand, auf den die Europäische Union bereits reagiert hat: Für alle Motorräder über 125 Kubikzentimeter wird ABS europaweit verbindlich vorgeschrieben. Diese Regelung gilt ab dem Jahr 2016 für neu entwickelte Modellreihen und ab 2017 für alle neuen Motorräder.