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Continental treibt Vernetzung der Fahrzeuge energisch voran

Jun 28, 2013

  • Das Fahrzeug der Zukunft ist Teil des „Internet of Everything“
  • Continental vernetzt Industrien, um hochautomatisiertes Fahren zu ermöglichen

Hannover. Nicht nur für Computer und Smartphone – Vernetzung ist mittlerweile für immer mehr Dinge des täglichen Lebens ein zentrales Verkaufskriterium. Die Entwicklungen reichen vom Laufschuh, der den Trainingserfolg online dokumentiert bis zum sogenannten Smart Home, dessen Energiehaushalt sich komplett online managen lässt. Das Potential in der Vernetzung sieht auch der internationale Automobilzulieferer Continental. Das vernetzte Fahrzeug wird so zu einem Schlüsselthema zukünftiger Entwicklungen. „Neue Funktionen im Fahrzeug basieren heute bereits in zunehmendem Maß auf Vernetzung. Um innovative Funktionen zu schaffen, verknüpfen wir sowohl Komponenten und Systeme im Fahrzeug immer stärker miteinander und verbinden auch das Fahrzeug stärker mit der Außenwelt“, erklärt Ralf Lenninger, Leiter der Strategie- und Entwicklungsabteilung der Division Interior bei Continental. Bereits heute sorgt vernetzte Fahrzeugtechnik für mehr Sicherheit und Komfort und senkt den Energieverbrauch. Über Datenbusse kommunizieren Steuergeräte aus dem Antriebsbereich mit Sicherheitsfunktionen und der Karosserieelektronik. So kann ein Regensensor nicht nur den Scheibenwischer aktivieren, sondern auch dafür sorgen, dass sich das elektronische Bremssystem auf eine nasse Fahrt einstellt.

Continental macht das Fahrzeug zum Teil des „Internet of Everything“ und legt so die Basis für Intelligente Transportsysteme von Morgen. Bilddownload

Vernetztes Infotainment und Mensch-Maschine Schnittstelle der Zukunft

Die Vernetzung des Fahrzeugs mit der Außenwelt ist für den Fahrer bis heute in erster Linie im Infotainment erlebbar. USB Schnittstelle oder Bluetooth gehören dabei schon fast zum Standard. „Betrachten wir die Wünsche der Konsumenten können wir eines klar feststellen: In den nächsten Jahren wird die Anbindung des Fahrzeuginfotainment an das Internet eine immer stärkere Verbreitung finden“, so Lenninger. Dabei kann die Internetanbindung sowohl über die fahrzeugeigene Telematikbox oder über die Integration eines Smartphone erfolgen.

Das Konzeptfahrzeug von Continental erkennt Fahrerablenkung und kann die Aufmerksamkeit des Fahrers auf eine gefährliche Situation richten. Bilddownload

Standards wie Near Field Communication oder das drahtlose Laden sind Teil einer wachsenden Infrastruktur, um Smartphones immer nahtloser in das Fahrzeug zu integrieren. „Für uns ist in jedem Fall entscheidend, dass wir Systeme anbieten, die für die Autofahrer attraktive Funktionen und intuitive Bedienung liefern. Hier geht der Trend zur Verschmelzung der Erlebniswelten von Fahrzeug und Unterhaltungselektronik. Das machen wir, indem wir Impulse aufgreifen und für die besondere Situation im Fahrzeug anpassen“, erläutert Lenninger. Continental arbeitet daran, das Smartphone nicht nur zum Musikstreaming und zur Telefonie, sondern auch als Fahrzeugschlüssel, zur Personalisierung der Sitzposition, oder für die Navigation zu verwenden. Speziell für die aufstrebenden Märkte hat Continental ein neuartiges Kombi-Instrument entwickelt, das die GPS-Daten und Navigationssoftware des Smartphones nutzt, die Navigationshinweise aber direkt im Kombi-Instrument anzeigt. Für die sich verändernden Ansprüche der Fahrer in Bezug auf die Mensch Maschine Schnittstelle (engl.: human-machine interface – HMI) setzen die Continental-Entwickler auf Vielfalt statt Einfalt: So stehen gewölbte Touchscreens, Touchpads mit Schriftzeichenerkennung und haptischer Rückmeldung oder 3D Bildschirme nicht nur aus Gründen des Designs im Zentrum der Entwicklungen. Die Bedienung der Funktionen muss schließlich in erster Linie auf Fahrsicherheit abgestimmt sein. Um die Fahrerablenkung zu reduzieren, arbeitet Continental auch an einem Konzept, das Fahrsituation und Aufmerksamkeitszustand des Fahrers miteinander vernetzt. Im sogenannten Driver Focus Concept Vehicle erfasst eine Infrarot-Kamera im Innenraum den Aufmerksamkeitszustand des Fahrers und die Sensorik aus Fahrerassistenzsystemen wie Spurverlassenswarnung und Abstandsregeltempomat erkennt eine potentielle Gefahrensituation. Beide Informationsquellen fließen in eine innovative HMI, die mit Hilfe eines 360-Grad umfassenden LED-Lichtbandes im Fahrzeuginnenraum die Aufmerksamkeit des Fahrers gezielt auf eine Gefahrensituation lenkt. Abgelenkte Fahrer werden so frühzeitig auf eine potentielle Gefahr hingewiesen.

Displays und Touch-Elemente: Durch Vernetzung verschmilzt die digitale Erlebniswelt immer stärker mit dem Fahrzeug. Bilddownload

Vernetzung ist Basis der Fahrsicherheit von morgen

Über die Umfeldsensorik hinaus könnte Vernetzung zu anderen Fahrzeugen und der Cloud schon in naher Zukunft direkt zur Fahrsicherheit beitragen. So könnte der Regensensor nicht nur weiteren Systemen im Fahrzeug sondern auch anderen Verkehrsteilnehmern und der Cloud in Echtzeit mitteilen, ob und wie stark der Niederschlag auf der Strecke ist. Continental sieht hier gemäß des Car2Car Communication Konsortiums erste Serienanwendungen ab dem Jahr 2016. „Im Grunde erweitern wir mit der Fahrzeug-zu-X-Kommunikation die Sichtweite der fahrzeugeigenen Sensoren, um einen Cloud-basierten 7. Sinn. So machen wir das Fahrzeug zum Teil des „Internet of Everything“ und schaffen die Basis für ein Intelligentes Transportsystem mit einer ganz neuen Welt an Funktionen“, so Lenninger. Online Diagnose Dienste, Parkplatzreservierung oder genau angepasste Versicherungstarife sind nur einige Beispiele, die hier angeführt werden können. Auch für vollautomatisierte Fahrzeuge ist ein Echtzeitdatenteppich aus der Cloud mit exakten Informationen zur aktuellen Verkehrslage auf der vorausliegenden Strecke eine der noch zu entwickelnden Grundlagen. „Um die Anforderungen des vernetzten Fahrzeugs für vollautomatisiertes Fahren zu realisieren wird Continental verschiedene Industrien miteinander vernetzen und setzt auf eine hochskalierende IT-Infrastruktur“, so Lenninger.