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Von 360° Rundumsicht bis zur Lifestyle App: Vernetztes Infotainment von Continental

Aug 27, 2013

  • Continental zeigt erstmals öffentlich auf der IAA seine GENIVI Infotainment-Plattform
  • Mit 360° Rundumsicht wird erste Fahrerassistenzfunktion ins Infotainment integriert
  • Ortsbezogene Dienste mit 3D Navigation von HERE
  • LTE und HTML5 machen die Plattform zur Zentrale für Cloud-Anwendungen

Wetzlar. „Always On“ nicht nur zu Hause sondern auch im Fahrzeug: Das ist es was der Kunde vom Infotainment System der Zukunft erwartet. Die neue Infotainment-Plattform des internationalen Automobilzulieferers Continental bringt neue Funktionen wie Online-Dienste, Komfortfunktionen und downloadbare Apps dank dem in der GENIVI Alliance definieren Software-Standard für Fahrzeug-Infotainment schnell und einfach ins Fahrzeug.

So ermöglicht die Infotainment-Plattform erstmals eine Integration von Fahrerassistenzfunktionen mit einem 360° Rundumsicht Kamerasystem. Neben der stärkeren Vernetzung in das Fahrzeug bietet die Plattform aber auch eine Anbindung an das schnelle mobile Datennetz LTE, ist offen für Dienste von Drittanbietern und HTML5 Applikationen und verbindet mit der integrierten Anwendung von HERE, einem Nokia Unternehmensbereich, eine 3D Navigation mit ortsbezogenen Dienste. Auch die Übertragung und Steuerung von Bildschirminhalten von Smartphones per Bluetooth und MirrorLink™ Technologie ist möglich.

„Infotainment bedeutet für uns eine stärkere Vernetzung mit dem Fahrzeug und der Außenwelt. Wir integrieren nicht nur das Smartphone und die Cloud, sondern darüber hinaus auch fahrzeugeigene Funktionen zum Beispiel aus Fahrerassistenz in unsere Infotainment-Plattform“, erklärt Hans Hiebl, Leiter des Continental Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity.

Auf der IAA können sich die Besucher des Continental-Standes von der Leistungsfähigkeit der Plattform überzeugen.

360° Rundumsicht als Einparkhilfe direkt vom Infotainment-Prozessor

Mit 360° Rundumsicht wird erste Fahrerassistenzfunktion ins Infotainment integriert. Bilddownload

Eine erste Anwendung aus der Verknüpfung von Fahrerassistenz und Infotainment zeigt Continental mit dem 360° Rundumsicht-System. Je nach Fahrzeuggröße besteht das System aus mindestens vier Kameras aus dem hauseigenen Segment Surround View, die das gesamte nähere Fahrzeugumfeld erfassen.

Um beim Einparken kein Hindernis zu übersehen, kann sich der Fahrer auf dem Bildschirm des Infotainment Systems verschiedene Perspektiven und Bildausschnitte anzeigen lassen. Er kann sogar in die Vogelperspektive wechseln und auf dem Bildschirm frei um das Fahrzeug schweben. „Das besondere an unserer Rundumsicht-Lösung ist: Die Kameras nutzen eine sogenannte UTP (Unshielded Twisted Pair) Ethernetverbindung, die gegenüber herkömmlicher Videoverkabelung deutlich günstiger ist. Neben Kameras und Verkabelung müssen keine extra Komponenten im Fahrzeug verbaut werden. Die gesamte Rechenleistung findet direkt im Prozessor des Infotainmentsystems statt“, so Hans Hiebl. Continental bietet Rundumsichtsysteme auch alleinstehend und als skalierbare Systeme in mehreren Varianten für den Einsatz in verschiedenen Fahrzeugsegmenten an.

Die Rundumsicht kann zukünftig dem Autofahrer sogar außerhalb des Fahrzeugs helfen. Per WLAN und künftig auch über das schnelle mobile Netz LTE kann das Bild der Kameras direkt auf das Smartphone des Fahrers übertragen werden. Der Autofahrer kann so von überall mit einem Blick überprüfen, was gerade in der Nähe seines Fahrzeugs passiert. Springt der Fahrzeugalarm beispielsweise lautstark an, lässt sich mit einem Blick auf die Smartphone-Anwendung schnell klären, ob sich gerade tatsächlich jemand am Fahrzeug zu schaffen macht.

Ortsbezogene Dienste mit HERE, von Nokia

Die hohe Funktionsvielfalt der Infotainment-Plattform zeigt auch die 3D Navigation von HERE. Via Onlineverbindung können verschiedene ortsbezogene Anwendungen wie 3D Landmarken und aktuelle Verkehrsinformationen abgerufen werden, um bequemer das Ziel zu erreichen. Mit HERE kann der Nutzer Navigationsziele, Routenpräferenzen oder ähnliches auch außerhalb des Fahrzeugs vom Smartphone, Tablet oder PC eingeben und einfach über das Internet ins Fahrzeug übertragen. Dank verfügbarer API´s (Application Programming Interface, zu Deutsch: Programmierschnittstellen) können Fahrzeughersteller eigene ortsbezogene Anwendungen entwickeln.

„Zusammen mit Continental ermöglichen wir es, Fahrzeug und Fahrer ständig mit der digitalen Welt in Verbindung zu halten.“ sagt Floris van de Klashorst, VP Connected Car for HERE. „So stellen wir einen reibungslosen Ablauf von der Planung, über die eigentliche Fahrt bis hin zur sogenannten ‚letzten Meile‘ sicher‘“

Übers Smartphone oder per LTE und HTML5: Continental bringt die Cloud ins Fahrzeug

Über ein HTML5 Portal hat der Nutzer Zugriff auf verschiedenste Apps, die im Unterschied zu Anwendungen aus herkömmlichen Stores über eine automotive taugliche Bedienoberfläche verfügen. Bilddownload

Über direkten Zugang zum schnellen mobilen Netz LTE verbindet sich die Infotainment-Plattform dank AutoLinQ™ Technologie automatisch mit der Cloud und ermöglicht so den Zugriff auf die persönliche Lieblingsmusik. Über ein HTML5 Portal hat der Nutzer Zugriff auf verschiedenste Apps, die im Unterschied zu Anwendungen aus herkömmlichen Stores über eine automotive taugliche Bedienoberfläche verfügen.Eine nahezu nahtlose Integration mobiler Endgeräte ermöglicht die von der OIP unterstützte MirrorLinkTM Technologie. Hierbei wird der Inhalt des Smartphone-Bildschirms schnell und einfach auf den größeren Touchscreen des Infotainmentsystems gespiegelt und dort nutzbar gemacht. So kann der Fahrer Telefongespräche direkt auf dem Bildschirm in der Mittelkonsole entgegen nehmen, die auf seinem Smartphone gespeicherten Musik-Titel aufrufen oder sogar die auf dem Endgerät gespeicherte Navigations-App nutzen. Gleichzeitig werden Anwendungen wie Spiele oder Videos im MirrorLink™ Modus während der Fahrt gesperrt – für weniger Ablenkung und mehr Sicherheit im Fahrzeug.