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Continental verstärkt Software-Engagement

Oct 10, 2013

  • Entwicklerkonferenz in Timişoara mit mehr als 400 Teilnehmern
  • Fokus auf AUTOSAR orientierte Fahrzeugsoftware
  • App-Entwicklung nimmt breitere Rolle ein
  • Ausfallsichere Software Voraussetzung für Automatisiertes Fahren

Regensburg/ Timişoara. Der internationale Automobilzulieferer Continental schloss heute eine zweitätige Software-Konferenz in Timişoara ab. Über 400 internationale Continental Software-Experten sprachen über aktuelle Themen aus der Software-Entwicklung und über zukünftige Herausforderungen in der Fahrzeug-Elektronik. „Die Attraktivität zukünftiger Fahrzeuge hängt ganz entscheidend von ihrer erspür- und erfahrbaren Intelligenz ab. Die Basis hierfür ist erstklassige Software“, erklärte Helmut Matschi, Mitglied des Vorstands der Continental AG und Schirmherr der Continental Software-Konferenz. „Zukünftige Emissionsziele, unser Streben nach einer unfallfreien Mobilität und die wachsenden Ansprüche im Bereich des Informationsmanagements im Fahrzeug sind der Ansporn unserer mehr als 10.000 Software-Entwickler. Tagtäglich finden sie neue Lösungen, um die anstehenden technischen Herausforderungen mit cleverer Software zu lösen“, erläuterte er zum Abschluss der zweiten Continental Software-Konferenz.

Software ist der Schlüssel für sichere, energiesparende, komfortable und dabei preiswerte Fahrzeuge weltweit.

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Entwicklungsoptimierung und Standardisierung Hauptthemen der Konferenz

Die Hauptthemen der Software-Konferenz waren die kontinuierliche Verbesserung der internen Entwicklungsprozesse und die Unterstützung der verschiedenen Standardisierungsinitiativen in der Automobilindustrie. „Es ist kein Geheimnis, dass die Software-Entwicklung in der Automobilindustrie einen immer größeren Anteil am Erfolg neuer Fahrzeugfunktionen hat. Es gibt heute kaum noch eine Innovation im Auto oder Lkw, die ohne softwaregesteuerte Funktionsanteile auskommt. Diese Innovationen aus Bits und Bytes müssen auf Standards basieren“, ist Helmut Matschi sicher. „Nur mit Standardisierung ist der hohe Entwicklungsaufwand tatsächlich auch über die Wiederverwendbarkeit in weiteren Projekten wirtschaftlich. Daher setzen wir auf höchstmögliche Nutzung von Industriestandards wie Genivi oder AUTOSAR.“

„Die Attraktivität zukünftiger Fahrzeuge hängt ganz entscheidend von ihrer erspür- und erfahrbaren Intelligenz ab. Die Basis hierfür ist erstklassige Software.“

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Autosar-Entwicklung feiert 10-jährige Erfolgsgeschichte

Entsprechend feierte Continental auf der Entwickler-Konferenz im rumänischen Timişoara in gewisser Weise auch das zehnjährige Bestehen des AUTOSAR-Standards. In mittlerweile über 100 Serienprojekten in allen Elektronik-Domänen und für verschiedene Hersteller hat sich die Leistungsfähigkeit dieses Standards bewährt. Einzelne Softwaremodule können in mehreren Projekten mit reduziertem Anpassungsaufwand eingesetzt werden, da Schnittstellen und Protokolle über Herstellergrenzen hinweg standardisiert sind. „Der AUTOSAR-Standard ist auf der Entwicklungsseite eine der wichtigsten Säulen für die immer größere Funktionsvielfalt heutiger und zukünftiger Fahrzeugmodelle. Die Differenzierung zwischen Fahrzeugmodellen und Fahrzeugherstellern erfolgt schließlich in der Mensch-Maschine-Schnittstelle“, so Helmut Matschi.

Continental feierte auf der Entwickler-Konferenz im rumänischen Timişoara auch das zehnjährige Bestehen des AUTOSAR-Standards.

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Apps verbinden Fahrer und Fahrzeug

Größeren Raum in den Fachdiskussionen der Continental Software-Konferenz nimmt auch die Entwicklung von automobilen Apps ein. Einerseits wird das Fahrzeug-Infotainment immer vernetzter und bietet zukünftig unter anderem im Rahmen der Genivi-Aktivität die Möglichkeit, neue Funktionen in Form von Apps auch nach Serienstart zu integrieren. Andererseits werden Smartphones in Zukunft immer häufiger eine Schnittstelle zwischen Fahrer oder Fahrerin mit dem Auto bilden. Die Entwickler von Continental sehen Chancen und Risiken sehr nahe beieinander: „Im Idealfall sollte das Handy während der Fahrt gar keine Rolle spielen – es lenkt zu sehr von der Fahraufgabe ab“ ist die Überzeugung von Guido Meier-Arendt, Ergonomie-Experte bei Continental. Da immer mehr Autofahrer jedoch auch während der Fahrt Zugriff auf Online-Funktionen haben möchten, setzt Continental auf Apps im Fahrzeug. So können Smartphone-Funktionen direkt in das Fahrzeug integriert werden. Bedient wird über die fahrzeugeigenen Bedienelemente. Bestimmte Fahrzeugfunktionen – wie die optimale Sitzeinstellung und Massagejustierung oder das Navigationsziel – kann der Fahrer auch bereits vor der Fahrt mit dem Smartphone ansteuern. Mit NFC-basierter (Near Field Communication) Vernetzung von Fahrzeug und Smartphone können unter anderem auch Carsharing-Systeme vereinfacht werden. Continental entwickelt auch für die Optimierung des Transportgewerbes Apps mit denen Lkw-Fahrer und Spediteure ihre Fahr- und Transportaufgaben leichter und sicherer abwickeln können.

Das Ziel: Ausfallsichere Softwarezukunft

Schließlich drehten sich auch auf der Continental Software-Konferenz einige Vorträge und Diskussionen um die Herausforderungen im Bereich der Software für das langfristige Entwicklungsthema Automatisiertes Fahren. Damit bis 2025 vollautomatisierte Fahrfunktionen serienreif sein können, bedarf es sehr umfangreicher Entwicklungsarbeiten. „Das ausfallsichere Entwickeln, die Entwicklung von fehlertoleranten Algorithmen und die sichere Einbindung fahrzeugexterner Backend-Daten in die automatisierten Fahrzeugsysteme sind Herausforderungen denen wir uns zu stellen haben“ erläutert Stefan Bunzel, Manager Automotive Software Technology bei Continental. „In den nächsten Jahren werden wir Schritt für Schritt entsprechende Lösungen für unsere Kunden bereitstellen – nicht zuletzt auf Basis des Austauschs auf Konferenzen wie unserer Software-Konferenz.“