Ausblick

Auszug aus dem am 20. März veröffentlichten Geschäftsbericht 2017

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) um mehr als 1% auf 96,5 Mio Einheiten. Für unsere bedeutenden Pkw-Ersatzreifenmärkte Europa und Nordamerika gehen wir von einem Anstieg der Nachfrage um insgesamt 12 Mio Ersatzreifen bzw. einem Nachfrageplus in Höhe von jeweils 2 % aus. Auf Basis dieser Marktannahmen und unter der Voraussetzung konstanter Wechselkurse rechnen wir mit einem Anstieg des Konzernumsatzes 2018 auf rund 47 Mrd €. 

Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2018 das Ziel gesetzt, auf Konzernebene eine bereinigte EBIT-Marge von rund 10,5 % zu erreichen. Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Erwartung an die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge ist dabei im Wesentlichen durch die erwartete Mehrbelastung aufgrund steigender Fixkosten in der Division Reifen und zusätzlich durch steigende Rohstoffkostenbelastungen in der Rubber Group zu erklären. Die Fixkostensteigerung im Reifenbereich resultiert im Wesentlichen aus dem deutlichen Kapazitätsausbau über die vergangenen Jahre. Bereits 2017 führte dies zu einem Anstieg der Abschreibungen um rund 60 Mio€ im Vergleich zum Vorjahr. Für das laufende Jahr ist wegen des Hochlaufens der Reifenwerke in Clinton, USA, und in Rayong, Thailand, mit einem weiteren Anstieg der Abschreibungen, aber auch anderer Fixkosten zu rechnen, bevor diese beiden Werke ihre ersten Umsätze generieren. Allein diese Belastungen schätzen wir auf rund 120 Mio€. Für die Automotive Group rechnen wir, bei konstanten Wechselkursen, mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 7 % auf rund 28,5 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 8,5 %. Für die Rubber Group erwarten wir, bei konstanten Wechselkursen, ein Umsatzwachstum auf rund 18,5 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 15 %.

Wir planen, für das Jahr 2018 einen Free Cashflow vor Akquisitionen von rund 2 Mrd € zu erreichen. Der Grund für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist zum einen im Anstieg der Investitionsquote zu sehen. Zum anderen rechnen wir damit, dass der restliche Anteil der 2016 gebildeten Gewährleistungsrückstellungen und die 2016 gebildete Rückstellung für mögliche Kartellstrafen 2018 vollständig abfließen.

Der Start in das Jahr 2018 bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr.


2018E, wie am 8. März 2018 in der Präsentation Results for FY 2017 veröffentlicht


© Continental AG

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Mittelfristprognose

Neben den Zielen für das laufende Jahr hat Continental 2015 eine Mittelfristprognose aufgestellt. Diese setzt sich aus der Konzernstrategie, dem Auftragseingang in der Automotive Group und den Mittelfristzielen der Rubber Group zusammen. Demgemäß wollen wir im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 50 Mrd € und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von mindestens 20 % erzielen. Diese Mittelfristziele wurden auch nach der im Jahr 2017 erfolgten Überprüfung abermals bestätigt.

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