Bulle & Bär

Ausblick und Prognosebericht

Wie am 8. Mai im Finanzbericht zum 31. März 2018 veröffentlicht

Wechselkurs- und Bestandsbewertungseffekte führen im ersten Halbjahr 2018 zu einer Ergebnisbelastung von rund 150 Mio €. Sie betrifft größtenteils die Division Reifen. Dementsprechend lag das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Rubber Group bereits im ersten Quartal 2018 um etwa 100 Mio € unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. 

Zum 18. April 2018 war nicht davon auszugehen, dass sich diese Effekte in der Rubber Group auf Jahressicht ausgleichen lassen. Deswegen haben wir am selben Tag unsere Gewinnprognose für die bereinigte EBIT-Marge der Rubber Group von rund 15 % auf mehr als 14 % für das Jahr 2018 gesenkt. Auf Konzernebene bedingte dies ebenfalls eine Absenkung der Prognose für die bereinigte EBIT-Marge von rund 10,5 % auf mehr als 10 %. 

Auf Basis unserer Marktannahmen und unter der Annahme von im Vergleich zu 2017 konstanten Wechselkursen erwarten wir für die Rubber Group weiterhin einen Umsatzanstieg auf rund 18,5 Mrd €. Für die Automotive Group rechnen wir unter denselben Voraussetzungen unverändert mit einem Umsatzanstieg auf rund 28,5 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 8,5 %. 

Hieraus ergibt sich bei im Vergleich zu 2017 konstanten Wechselkursen für den Continental-Konzern ein Umsatz von rund 47 Mrd € für das Jahr 2018. Im ersten Quartal 2018 ergab sich bislang aufgrund von Wechselkursen ein negativer Umsatzeffekt von 546 Mio €. Sollte das aktuelle Niveau der Wechselkurse bis Jahresende anhalten, könnte sich daraus ein negativer Effekt für den Konzernumsatz von mehr als 1 Mrd € ergeben.

Für die Rubber Group errechnet sich je 10 US-Dollar Steigerung des Durchschnittspreises für Rohöl ein jährlicher negativer Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im Jahr 2017 bei rund 54 US-Dollar und belief sich im ersten Quartal 2018 auf 67 US-Dollar. Für Ruße und andere Chemikalien rechnen wir aufgrund dessen weiterhin mit Kostensteigerungen von mindestens 10 % im Vergleich zu den Durchschnittspreisen des Jahres 2017. Für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien senken wir unsere Erwartung für den Jahresdurchschnittspreis von 1,60 US-Dollar/kg auf 1,51 US-Dollar/kg. Der Jahresdurchschnittspreis für Naturkautschuk wird aus heutiger Sicht unter dem Wert des Vorjahres liegen (2017: 1,67 US-Dollar/kg für TSR 20). Wir senken unsere Prognose von 1,84 US-Dollar/kg auf 1,60 US-Dollar/kg. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir derzeit mit sich nahezu ausgleichenden Effekten aus den Rohmaterialpreisentwicklungen in der Rubber Group. 

Das negative Finanzergebnis vor Effekten aus Währungsumrechnung sowie vor Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen Bewertungseffekten erwarten wir für 2018 unverändert bei weniger als 180 Mio €. Die Steuerquote sollte im Jahr 2018 unter 30 % liegen. 

Für 2018 rechnen wir weiterhin mit negativen Sondereffekten in Höhe von 100 Mio €. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies (Erwerb 2015), Elektrobit Automotive (Erwerb 2015) und der Hornschuch Gruppe (Erwerb 2017) resultieren, werden voraussichtlich bei rund 180 Mio € liegen und hauptsächlich die Divisionen ContiTech und Interior betreffen. 

Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden wie angekündigt im Geschäftsjahr 2018 steigen und bei rund 7 % vom Umsatz liegen. Die Verteilung zwischen der Automotive und der Rubber Group wird etwa 60 % zu 40 % betragen. Für das Jahr 2018 planen wir, unverändert einen Free Cashflow vor Akquisitionen von rund 2 Mrd € zu erreichen.


2018E, wie am 8. Mai 2018 in der Präsentation Results for Q1 2018 veröffentlicht


© Continental AG

Mittelfristprognose

Neben den Zielen für das laufende Jahr hat Continental 2015 eine Mittelfristprognose aufgestellt. Diese setzt sich aus der Konzernstrategie, dem Auftragseingang in der Automotive Group und den Mittelfristzielen der Rubber Group zusammen. Demgemäß wollen wir im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 50 Mrd € und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von mindestens 20 % erzielen. Diese Mittelfristziele wurden auch nach der im Jahr 2017 erfolgten Überprüfung abermals bestätigt.

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© Continental AG