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Bayerischer Energiepreis für Continental in Nürnberg

  • Neues Blockheizkraftwerk erzielt Einsparungen, die dem Energiebedarf von rund 350 Haushalten entsprechen
  • Fränkischer Standort des internationalen Technologieunternehmens produziert Hightech-Steuereinheiten für Getriebe und für Hybrid- und Elektroantriebe

Nürnberg, 21. Oktober 2016. Continental in Nürnberg ist mit dem Bayerischen Energiepreis 2016 prämiert worden. Der Standort des internationalen Technologieunternehmens erhielt gestern die Auszeichnung in der Kategorie „Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion“ für ein modernes neues Blockheizkraftwerk, in das Continental mehr als zwei Millionen Euro investiert hat. Durch die 2015 in Betrieb genommene Anlage spart das Unternehmen pro Jahr eine Energiemenge ein, die dem Bedarf von rund 350 Haushalten entspricht. Bei der feierlichen Preisverleihung in Nürnberg übergab Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, die Auszeichnung jetzt an Rainer Pühl, den Leiter des Continental-Standorts.

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„Über diesen Preis freuen wir uns sehr, denn neben dem wirtschaftlichen Wachstum ist die Steigerung der Energieeffizienz für uns seit Jahren ein zentrales Anliegen“, so Pühl. „Deshalb ist es uns gelungen, den Energieverbrauch in Relation zur Wertschöpfung deutlich zu reduzieren. Dazu leistet das neue Blockheizkraftwerk einen entscheidenden Beitrag.“

Der Continental-Standort Nürnberg, dessen Belegschaft in den letzten vier Jahren von 2.000 auf 2.500 Mitarbeiter gewachsen ist, ist weltweiter Hauptsitz der Geschäftsbereiche Transmission (Getriebesteuerungen) und Hybrid Electric Vehicle (Hybrid- und Elektroantriebe), die zur Continental-Division Powertrain gehören. Das Spektrum der hier gefertigten Produkte reicht von Getriebesteuerungen bis zur Leistungselektronik für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge, einem Schlüsselelement neuer Antriebstechnologien, das aus bis zu 3.500 Einzelkomponenten besteht.

Von links nach rechts: Peter Burzler, Rainer Pühl, Markus Tratz, Nicole Götz, Erwin Lörke, Wolfgang Güll (alle Continental) © Continental

Die Produktion dieser elektronischen Systeme erfolgt in Reinräumen, in denen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in streng definierten Grenzen gehalten werden müssen. Darüber hinaus wird ganzjährig Prozesswärme und -kälte für die Produktionsanlagen benötigt. Vor allem die Kälteerzeugung ist energetisch sehr aufwändig. Daher wurde an dem Continental-Standort bereits 2011 eine Freikühlanlage installiert, die bei niedrigen Außentemperaturen viel Energie einspart. Die Effizienz dieses Systems wurde durch das neue Blockheizkraftwerk noch deutlich gesteigert. Die hochmoderne Anlage mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung wird mit Erdgas betrieben und liefert neben Wärme und Kälte auch 1,3 Megawatt elektrische Leistung, die den Strombedarf des Standorts zu rund einem Drittel deckt. Das streng nach den Hocheffizienzkriterien des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes konzipierte Kraftwerk erzielt einen Nutzungsgrad von fast 80 Prozent der eingesetzten Energie.

Doch Continental beschränkt sich in seinen Effizienzbestrebungen nicht allein auf technische Innovationen. So wurde der Bau der Nürnberger Anlage von der Kampagne „Continental goes green“ begleitet, um das Bewusstsein der Belegschaft für effiziente Energienutzung zu fördern. „Der Continental-Konzern hat sich in seiner Umweltstrategie zum Ziel gesetzt, im Vergleich zu 2013 den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen bezogen auf das Geschäftsvolumen bis 2020 um durchschnittlich 20 Prozent zu reduzieren“, sagt Wolfgang Guell, Energiemanager der Division Powertrain. „Dies Ziel soll durch ein breites Spektrum an Einzelmaßnahmen erreicht werden, von einer effizienteren Energieversorgung über Anpassungen in der Produktion bis zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für Energiesparthemen. Durch die jüngsten Innovationen und Aktivitäten am Standort Nürnberg sind wir diesem Ziel wieder einen großen Schritt nähergekommen.“