Continental-Standort Roding
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Betriebliches Gesamtenergiekonzept für den Continental-Standort Roding

Der Continental-Konzern hat sich hinsichtlich seiner Umweltstrategie eine Einsparung von Energie- und CO2-Emissionen in Höhe von 20 Prozent bezogen auf das Geschäftsvolumen zum Ziel gesetzt. Als Referenzjahr gilt das Jahr 2013, innerhalb von nur sieben Jahren soll dieses ambitionierte Ziel nun erreicht werden.

Im Oktober 2016 wurde der Standort Roding als erster des Continental-Konzern Mitglied eines „Lernenden Energieeffizienz-Netzwerks“ (LEEN). Das Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Amberg wurde in diesem Zusammenhang mit der Erstellung eines betrieblichen Gesamtenergiekonzeptes für die zukünftige Energieversorgung beauftragt.

Im Zuge der konzeptionellen Arbeit wurden in enger Zusammenarbeit und Abstimmung sämtliche Energieströme und -umsätze ermittelt. Mithilfe von thermischen und elektrischen Leistungsmessgeräten wurden die großen Verbraucher vermessen welche keine eigenen Verbrauchs- und Erzeugungszähler installiert hatten. Daraus wurden die Verbräuche aufgelistet und der Energieverbrauch der letzten Jahre ausgewertet. Im Bereich der Drucklufterzeugung und Kälteversorgung des Werks wurden verschiedene Verbesserungspotentiale vorgestellt. Eine eigene Stromproduktion mithilfe von Photovoltaik bzw. aus einer Kraft-Wärme-Kopplung wurde ebenfalls kalkuliert. Das Gesamtenergiekonzept stellt somit den künftigen elektrischen und thermischen Energiebedarf des Konzerns hinsichtlich möglicher Einsparungen und Effizienzoptimierungen dar. Dabei stehen nicht nur die Erstinvestitionskosten, sondern vielmehr die Vollkosten für den Nutzer im Focus.

Die Untersuchung beinhaltet somit den wirtschaftlich und ökologisch optimalen Weg einer künftigen Energieversorgung unter Berücksichtigung der aktuellen Ist-Situation vor Ort. Die Ergebnisse wurden in einem Maßnahmenplan zusammengefasst und der Geschäftsführung präsentiert. Als Handlungsempfehlung wird in jedem Fall die fortlaufende regelmäßige Erfassung, Dokumentation und Auswertung der Energieumsätze in einem Energiemonitoring-System empfohlen.

Die Erstellung des Gesamtenergiekonzeptes wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie aus dem Programm zur Förderung innovativer Energietechnologien und der Energieeffizienz (BayINVENT) zu 40% gefördert.