Das Continental Head-up-Display für Nutzfahrzeuge

Das Continental Head-up-Display für Nutzfahrzeuge ist in vier Varianten verfügbar: als Frontscheiben- oder Combiner-HUD; wahlweise befindet sich die Anzeige im oberen oder unteren Blickfeld (Look-up- bzw. Look-down-Konzept).

© Continental

Continental bringt das Head-up-Display ins Nutzfahrzeug

  • Frontscheiben- und Combiner-Technik verfügbar
  • Im Continental InnovationTruck hat das Head-up-Display bereits mehr als 27.000 Testkilometer zurückgelegt
  • Zahlreiche Anzeigemöglichkeiten: von Geschwindigkeit über Verkehrszeichen und Abstandswarner bis hin zur Restlenkzeit

Hannover, im September 2016. Im Pkw erobert es bereits die Mittelklasse, im Lkw ist es noch ein Novum: das Head-up-Display. Als eines der weltweit ersten Unternehmen hat der internationale Technologiekonzern und Automobilzulieferer Continental jetzt ein solches Head-up-Display (HUD) für Nutzfahrzeuge entwickelt. Continental hat die Technologie bereits im eigenen InnovationTruck verbaut. Die Anzeige projiziert wichtige Fahrinformationen als farbiges Bild in das Sichtfeld des Fahrers. So sorgt das HUD als Ergänzung zum konventionellen Kombi-Instrument für mehr Sicherheit und Komfort. Continental bietet das Display den Herstellern als Frontscheiben- oder Combiner-HUD an. Zudem können Kunden entscheiden, ob die Anzeige im oberen oder unteren Sichtfeld eingeblendet wird (Look-up- bzw. Look-down-Konzept).

Das Continental Head-up-Display für Nutzfahrzeuge ist in vier Varianten verfügbar: als Frontscheiben- oder Combiner-HUD; wahlweise befindet sich die Anzeige im oberen oder unteren Blickfeld (Look-up- bzw. Look-down-Konzept). © Continental

Display ermöglicht Anzeige zahlreicher Informationen

Die Anzeigemöglichkeiten des HUD sind vielfältig und können vom Hersteller ebenso wie die Farbgebung frei definiert werden. Die Daten erhält das Display über den CAN-Bus. Je nach verfügbaren Quellen reicht die Auswahl von Geschwindigkeit, Navigationshinweisen und Warnmeldungen über Verkehrszeichen wie Überholverbote oder Geschwindigkeitsbegrenzungen bis hin zum Abstandswarner, der Tankfüllung und der Restlenkzeit bis zur nächsten fälligen Pause. Der Fahrer erhält alle wichtigen Informationen genau dort, wo er sie braucht – in seinem Sichtfeld. Das erhöht die Sicherheit, da er nicht wie beim konventionellen Kombi-Instrument den Blick zumindest kurzzeitig von der Straße lösen muss. Zudem müssen sich die Augen nicht auf eine kürzere Sehentfernung fokussieren, bevor der Informationsfluss beginnt, und sich anschließend auch nicht wieder an die größere Blickentfernung anpassen. Dieser Prozess erfordert Zeit und ermüdet auf Dauer die Augen.

Als Frontscheiben- oder Combiner-HUD verfügbar – Anzeige im oberen
oder unteren Blickfeld 

Das Continental-HUD ist als Frontscheiben-HUD verfügbar, bei dem die Windschutzscheibe als Spiegel für die dargestellten Informationen dient. Diese Variante bietet sich bei Nutzfahrzeugen mit flacheren Windschutzscheiben, wie in den USA, an. Beim Combiner-HUD übernimmt dagegen eine transparente Scheibe (Combiner) vor der Frontscheibe die Bildreflexion. Diese Variante ist besonders bei engen Bauräumen mit steilen Windschutzscheiben geeignet, wie sie in Europa vorherrschen. Der Hersteller hat zudem die freie Wahl, ob die Anzeige im oberen oder unteren Sichtfeld eingeblendet wird (Look-up- bzw. Look-down-Konzept). Das Frontscheiben-HUD bietet Continental standardmäßig mit Look-down-Variante an. Der Einsatz eines Head-up-Displays eröffnet OEMs auch neue Möglichkeiten in der Fahrzeugarchitektur. So kann zum Beispiel die Instrumententafel kleiner gestaltet werden, indem Inhalte aus dem Kombi-Instrument vollständig ins HUD verlagert werden.

Wichtige Mensch-Maschine-Schnittstelle

„Das Head-up-Display trägt maßgeblich zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Der Fahrer kann das Geschehen ermüdungsfrei überwachen, da sich das Auge nur geringfügig vom Fern- auf den Nahbereich und zurück fokussieren muss. Das HUD hält ihn darüber auf dem Laufenden, was in seiner näheren Umgebung passiert – etwa den Abstand zum Vordermann, ein Stauende oder plötzliche Wetterereignisse wie Starkregen“, erläutert Dr. Michael Ruf, Leiter der Business Unit Commercial Vehicles und Aftermarket. „Zudem ist es auch eine wichtige Technologie in Bezug auf die fortschreitende Automatisierung des Fahrens. Denn als Mensch-Maschine-Schnittstelle kann es dem Fahrer auf ideale Weise Informationen zum aktuellen Automatisierungsmodus liefern. Das stärkt das notwendige Vertrauen des Fahrers in die Maschine.“

Bei der Entwicklung des Head-up-Displays für Nutzfahrzeuge haben die Continental-Ingenieure Synergien im Konzern genutzt und das Know-how der Kollegen aus dem Pkw-Bereich einbezogen, wo Continental seit längerem Zulieferer für mehrere Hersteller ist und im Jahr 2003 das erste vollfarbige HUD geliefert hat. Im unternehmenseigenen InnovationTruck unterstützt es den Fahrer und ist seit über 27.000 Kilometern erfolgreich im Einsatz.


Continental entwickelt intelligente Technologien für die Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Als zuverlässiger Partner bietet der internationale Automobilzulieferer, Reifenhersteller und Industriepartner nachhaltige, sichere, komfortable, individuelle und erschwingliche Lösungen. Der Konzern erzielte 2015 mit seinen fünf Divisionen Chassis & Safety, Interior, Powertrain, Reifen und ContiTech einen Umsatz von 39,2 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell rund 215.000 Mitarbeiter in 55 Ländern.

In der Division Interior dreht sich alles um das Informationsmanagement im Fahrzeug und darüber hinaus. Zum Produktspektrum für verschiedene Fahrzeugkategorien gehören Instrumente, Multifunktionsanzeigen und Head-up-Displays, Kontroll- und Steuergeräte, Zugangskontroll- und Reifeninformationssysteme, Radios, Infotainment- und Bediensysteme, Klimabediengeräte, Software , Cockpits sowie Lösungen und Dienste für Telematik und Intelligente Transport Systeme. Interior beschäftigt weltweit über 40.000 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von rund 8,2 Milliarden Euro.

Als Bestandteil der Division Interior sind die Nutzfahrzeug- und Handelsaktivitäten der Continental in der Business Unit Commercial Vehicles & Aftermarket zusammengefasst. Ein globales Netz an Vertriebs- und Servicegesellschaften sorgt für die Nähe zum Kunden vor Ort. Mit den Produktmarken Continental, VDO, ATE, Galfer und Barum bietet der Geschäftsbereich elektronische Produkte, Systeme und Dienstleistungen für Nutz- und Spezialfahrzeuge, ein umfangreiches Produktspektrum für Fachwerkstätten sowie Ersatz- und Verschleißteile für den freien Kfz-Teilehandel, markenunabhängige Werkstätten und die Versorgung nach Serienauslauf beim Automobilhersteller.

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Christopher Schrecke

Christopher Schrecke Leiter Externe Kommunikation Commercial Vehicles & Aftermarket Continental Telefon: +49 69 7603 2022 Fax: +49 69 7603 88 2313 E-Mail: