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Fahrzeugschwarm nutzt und optimiert Wetterdaten für Echtzeit-Wetterinformation

© Continental

Continental macht den eHorizon zum Wetterdienst

  • eHorizon.Weather liefert Echtzeit-Wetterinformationen in Zusammenarbeit mit Météo-France
  • Mehr Sicherheit durch frühzeitige Warnung vor Niederschlag, Sturm oder vereister Fahrbahn
  • Wetterabhängige Routenplanung erhöht Komfort und Effizienz
  • Fahrzeugschwarm nutzt und optimiert die Wetterdaten
  • Continental schafft eigenes Testfeld in realer Straßenumgebung für innovative Mobilitätsdienste

Rambouillet, Frankreich, 24. April 2017. Wer stand nicht schon einmal dick eingepackt im strahlenden Sonnenschein oder musste ohne Schirm durch strömenden Regen laufen: Mit der neuesten Erweiterung des elektronischen Horizonts (eHorizon) von Continental schafft das Technologieunternehmen Abhilfe. Fahrzeuge mit eHorizon.Weather liefern aktuelle Wetterinformationen zur Optimierung von Kurzzeit-Vorhersagen und integrieren ortsbezogene Echtzeit-Wetterdaten, um Fahrer frühzeitig über kritische Witterungen zu informieren. Dafür kooperiert Continental mit dem staatlichen französischen Wetterdienst Météo-France und testet eHorizon.Weather zurzeit in über 200 Fahrzeugen in Frankreich, um die Technologie durch direkte Rückmeldung der Nutzer anzupassen und weiter zu verbessern. Mit dieser vernetzten Flotte für neue Mobilitätsdienste schafft Continental zudem ein offenes Testfeld, um weitere Anwendungen für vernetzte Fahrzeuge in realer Fahrumgebung zu testen und Raum für die Zusammenarbeit mit einem großen Partnernetzwerk zu geben. Neben eHorizon.Weather können so beispielsweise Daten für die vorausschauende Wartung gewonnen werden.

„Gemeinsam mit Météo-France arbeiten wir an einer Reihe von Mobilitätsdiensten für mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort. Hier hilft insbesondere die gemeinsame Lösung eHorizon.Weather, indem wir Informationen aus unseren Fahrzeugsensoren mit externen Daten verarbeiten, um Echtzeit-Warnungen über Wettervorkommnisse in die Fahrzeuge zu bringen“, erklärt Jean-Yves Le-Gall, Design & Innovationsmanager in der Division Interior bei Continental.

Wetter-Smalltalk im ganzheitlichen Mensch-Maschine-Dialog

Die eHorizon.Weather-Technologie nutzt die bestehende vernetzte Fahrzeugarchitektur wie Scheibenwischer-Sensoren, Nebelleuchten oder ABS und ESP, um Daten zu Temperatur, Luftdruck, Sichtverhältnissen oder Informationen zum Straßenzustand zu gewinnen.

Dank ganzheitlicher Mensch-Maschine-Schnittstelle werden Fahrer nicht nur visuell sondern auch akustisch auf kritische Straßenzustände hingewiesen © Continental

Diese Daten werden dann durch integrierte Telematik-Einheiten ins Continental-Backend geladen und daraufhin von Météo-France verarbeitet. So kann der Wetterdienst seinen Service verbessern und ortsbezogene Wetterwarnungen in Echtzeit zurück an die Fahrzeuge senden. Hier gelangen sie mit Hilfe einer interaktiven Straßenkarte, die sicherheitsrelevante und weitere Informationen wie interessante Orte integriert, zum Fahrer.

Im Sinne einer ganzheitlichen Mensch-Maschine-Schnittstelle wird dieser nicht nur visuell, sondern auch akustisch per Sprachhinweis auf kritische Straßenzustände hingewiesen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Information des Fahrers, der seinen Fahrstil entsprechend auf Wettervorkommnisse wie starken Regen und Schneefall, Sturm oder eine vereiste Fahrbahn einstellen kann. Gleichzeitig kann er die Hinweise über die interaktive Straßenkarte bestätigen oder Entwarnung geben, nachdem er den Straßenabschnitt mit einer Wetterwarnung passiert hat.

Verbesserung von Unwetter-Warnungen und komfortable Reiseplanung

Fahrer erfassen Daten direkt am Ort des Wettervorfalls © Continental

Dadurch, dass der Fahrzeugschwarm Daten direkt am Ort des Wettervorfalls erfasst und in der Cloud zur Verfügung stellt, kann Météo-France seine konventionellen Methoden zur Wetterbeobachtung (Satelliten, Radar, Wetterstationen, etc.) dank eHorizon.Weather erweitern. So entsteht eine Schwarmintelligenz, die insbesondere die Qualität von kurzfristigen Wettervorhersagen (0 bis 3 Stunden) und damit die Wirkung von Unwetter-Warnsystemen verbessert. Gleichzeitig gewinnt der Wetterdienst wichtige Informationen, um sein Wissen über das Wetter kontinuierlich zu erhöhen und innovative Warnmethoden zu entwickeln.

Bei privaten und geschäftlichen Fahrten bringt eHorizon.Weather auch ganz unmittelbar einen deutlichen Gewinn an Sicherheit und Komfort. Die frühzeitige Information zu gefährlichen Straßenabschnitten kann das Risiko für Verkehrsunfälle senken und für eine erhöhte Wachsamkeit des Fahrers sorgen. Durch Wettervorhersagen für den Zielort und eine wetterbasierte Reiseroute kann der Fahrer seine Fahrt zudem optimal planen. Das macht die Lösung auch für Flottenbetreiber und Zweiräder interessant. In Frankreich wurde die innovative Lösung kürzlich mit dem Auto Moto Innovation Award 2016 ausgezeichnet.

Der eHorizon von Continental ermöglicht eine intelligente und sichere Fahrzeugnavigation durch die erweiterte Nutzung von Navigationsdaten zur Steuerung der Fahrzeugsysteme. Ziel ist es, den Fahrer frühzeitig über Verkehrsbedingungen zu informieren, um die Sicherheit, den Komfort und die Effizienz zu erhöhen. Continental demonstriert den eHorizon auch im September auf der IAA 2017 in Frankfurt am Main (Halle 5.1. Stand A07 / A08).

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Sebastian Fillenberg

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