AllCharge Technology

Continental macht Elektroautos fit für jede Ladetechnik

© Continental

Continental zeigt Innovationen für den Wachstumsmarkt Elektromobilität

Internationale Automobil-Ausstellung IAA 2017

  • Serienstart des neuen hochintegrierten E-Antriebs in 2019
  • 48 V-Mild-Hybrid Technologie in Benzin- und Dieselfahrzeugen in Serie
  • Neues Ladesystem „AllCharge“ macht Elektrofahrzeuge fit für jede Ladetechnologie
  • Mehr Komfort durch neues kabelloses Ladesystem
  • Innovatives New Wheel Concept optimiert Bremse von Elektrofahrzeugen
  • Effiziente Schlauchleitungen für mehr Reichweite und schaltbare Motorlager
  • Portfolio-Erweiterung: weltweit erster 48V-Antrieb mit integriertem stufenlosem Automatikgetriebe für E-Bikes (48V Revolution)

Frankfurt, September 2017. Im IAA Jahr 2017 zeigt das Technologieunternehmen Continental Beispiele neuer Serienanwendungen und einen Ausblick in die nahe Zukunft der Elektrifizierung des Antriebs im Fahrzeug. Continental gehört sowohl im Hinblick auf bereits erfolgte Serieneinsätze als auch bei der Breite des Lösungs-Portfolios zu den weltweiten Vorreitern der Elektrifizierung. Das reicht von 48 V-Mild Hybrid Anwendungen bis zu Hochvoltantrieben in Elektro- und Hybridfahrzeugen. Den weit fortgeschrittenen Serienreifegrad seiner Komponenten nutzt Continental beispielsweise für leistungsstarke Hochvolt-Antriebsstrangmodule (E-Antrieb) mit bisher unerreichter Leistungsdichte bei geringen Abmessungen und niedrigem Gewicht – mit SOP 2019. Weitere der auf der IAA gezeigten technologischen Lösungen sind weltweit neue Ansätze – etwa in der Ladetechnik für Elektrofahrzeuge.
„Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch“, sagte José Avila, Vorstandsmitglied von Continental und Leiter der Division Powertrain. „Diesen Weg beschreiten wir mit umweltfreundlichen, elektrifizierten und vollelektrischen Antriebssystemen und neuen einzigartigen Ladekonzepten. Effizienz und vor allem Alltagstauglichkeit der Lösungen stehen dabei ganz oben.“
Auch über den Antrieb hinausgehende Anforderungen an zukünftige Fahrzeugsysteme setzten die Ingenieure von Continental für die Elektromobilität heute schon um.
„Elektromobilität ist ein Gesamtfahrzeugthema - das Herz der Elektrifizierung ist der Antrieb“, so Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender von Continental. „Gleichzeitig braucht Elektromobilität geeignete Lösungen in vielen anderen Bereichen, etwa der Motorlagerung, der Bremse sowie bei Rad und Reifen. Continental vereint diese absolut notwendige und umfassende Kompetenz zum Gesamtverständnis Elektromobilität über all seine Divisionen hinweg.“

Die innovative Ladetechnik macht den elektrischen Antriebsstrang zum „Universal-Ladegerät“ für das kabelgebundene Laden an Ladestationen unterschiedlichster Technik. Maximales Laden ist somit an jeder Ladestation möglich. © Continental

Innovative E-Antriebe – Integriert und leistungsfähig – kurz vor Serienstart

Zu den innovativen Lösungen für das rein elektrische Fahren zählt das hochintegrierte elektrische Antriebsstrangmodul. Dieses ist in Fahrzeugen der Kompakt- und Oberklasse und insbesondere in den großen Stückzahlen der Fahrzeugmittelklasse einsetzbar. Der Hochvolt-Antrieb für reine Elektrofahrzeuge oder Plug-In-Hybride ist durch seine Kompaktheit - Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik sind zu einer Einheit zusammengefasst - nicht nur leichter, sondern auch leistungsfähiger als vergleichbare Konzepte. Damit ermöglicht er zugleich ein hohes Maß an Fahrspaß, ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz der Elektromobilität. Hinzu kommt ein günstiges Kostenniveau, da durch die hohe Integration bisher benötigte Kabel und Stecker entfallen. Der  Antrieb erreicht bei 150 kW und einer Masse von nur 75 kg eine sehr hohe Leistungsdichte. Continental bietet seinen kompletten elektrischen Achsantrieb den Fahrzeugherstellern in einem Modul in Leistungsklassen bis 320 Kilowatt und je nach Übersetzungsverhältnis bis zu 6.400 Nm Ausgangsdrehmoment an. Damit hat Continental sein Antriebssystem, das seit einigen Jahren in Serie ist, nochmals deutlich kompakter und leistungsfähiger gestaltet. Der Marktstart des neuen E-Antriebs wird 2019 in China sein.

Hochvolt-Komponenten für Hybrid – und Elektrofahrzeuge © Continental

Potenziale der Hybridisierung – 48 Volt Eco Drive

48 Volt-Technologie ermöglicht intelligente hybride Betriebsstrategien, die sich sowohl in Fahrzeugen mit Benzinmotor als auch in Diesel-Pkw umsetzen lassen. Die Continental Technologie erzielt eine nachgewiesene Kraftstoffersparnis von rund 21 % im realen Stadtverkehr. Zu den aktuellen Beispielen für den Seriendurchbruch der Elektrifizierung zählt ein französisches 48 V-Diesel-Hybrid-Modell (Renault Scénic / Grand Scénic), das seine ohnehin hohe motorische Effizienz durch den elektrischen Antrieb von Continental noch weiter steigert. Ein weiterer Serienstart erfolgt im Herbst 2017.
Neu präsentiert Continental ein Demonstrator-Fahrzeug mit dem Titel Super Clean Electrified Diesel. Es zeigt, wie man eine 48 V-Hybridisierung und innovative Katalysatorlösungen auch nutzen kann, um sowohl die Effizienz des Fahrzeugs weiter zu steigern als auch die NOx-Emissionen eines Dieselmotors im Realbetrieb um bis zu 60 % zu reduzieren.

Fertigung 48 Volt Elektromotor © Continental

Strom tanken leicht gemacht – ob mit oder ohne Kabel

Da gerade die Ladetechnik großen Einfluss darauf hat, wie mühelos und komfortabel ein Fahrer ein Elektrofahrzeug im Alltag nutzen kann, zeigt Continental weltweit erstmals auch für diesen Teil der Elektromobilität Innovationen. So kann der Fahrzeughersteller mit dem völlig neuen Konzept des AllCharge-Systems den elektrischen Antrieb eines Fahrzeugs mit geringem Aufwand zu einem universellen Ladegerät machen. Damit kann der Fahrer an jeder technischen Variante der Kabelladestationen vorfahren und bekommt immer die maximal mögliche Menge an Strom. Vor allem bei urbanen AC-Ladesäulen kann dadurch eine bis zu 12-mal schnellere Ladezeit realisiert werden. Zudem ermöglicht das bidirektionale AllCharge-System mit seiner Rückspeisefähigkeit völlig neue Nutzungen für den Strom der Fahrzeugbatterie. So lassen sich mit dem System elektrische/elektronische Geräte (Laptop, Bohrmaschine, Kühlschrank etc.) mobil versorgen.

In einem neuen Prototypen demonstriert Continental erstmals auch das kabellose automatische Laden von Elektrofahrzeugen. Mit bis zu 11 kW Ladeleistung können mit dem Continental-System Elektrofahrzeuge ganz komfortabel geladen werden. Zentimetergenau wird der Fahrer zum optimalen Ladepunkt geführt. Zum induktiven Laden gehört daher nicht nur die eigentliche Lade- und Sicherheits-Elektronik, sondern auch eine angepasste Fahrerinformation.

Induktive Ladelösung reicht von der Fahrzeugpositionierung über die elektronische Kommunikation, das Lademanagement bis zur Sicherheitsüberwachung und Datenabfrage. © Continental

New Wheel Concept optimiert Bremse speziell für Elektrofahrzeug

Elektrofahrzeuge stellen veränderte Anforderungen an ihr Bremssystem: Wegen der intensiven Rekuperation werden die Radbremsen viel seltener benutzt. Hier zeigt Continental eine neue gewichtsreduzierte Rad- und Bremskonstruktion mit dem Namen New Wheel Concept. Durch den Einsatz einer korrosionsfreien Aluminium-Bremsscheibe und einer darauf abgestimmte Bremse wird Rostbildung vermieden und damit eine mögliche Beeinträchtigung der Bremsleistung. Dank des Leichtbauwerkstoffes kann das New Wheel Concept das Gewicht von Rad und Bremse senken. Weitere Vorteile des Konzepts sind ein vereinfachter Rad- und Bremsbelagswechsel und kein Verschleiß der Bremsscheibe.   

Effiziente Schlauchleitungen für mehr Reichweite und schaltbare Motorlager

Schlauchentwickler haben effiziente Schläuche und Leitungen für Elektromobile konzipiert, die die Reichweite und Haltbarkeit von Batterien in Elektrofahrzeugen erhöhen. Die fast 4 Meter langen Leitungen für die Batteriekühlung in Hybrid- und Elektroautomobilen sind am Unterboden des Fahrzeugs verlegt. Sie sorgen dafür, dass die Aggregate nicht überhitzen, die Batterien ihre maximale Lebensdauer entfalten und die Insassen nicht auf Heizkomfort verzichten müssen. Darüber hinaus kommen weitere Schläuche und Leitungen zum Einsatz - insgesamt bis zu 40 Meter in einem Fahrzeug.

Auch für die Motorlagerung eines Hybridfahrzeugs gelten andere Herausforderungen als für konventionelle Verbrennungsmotoren: Beim Wiederstart nach einer Motor-Aus-Phase muss die Lagerung elastisch genug sein, um Schwingungen zu isolieren. Bei hohen Geschwindigkeiten muss sie steif genug sein, um das Fahrzeug in Kurven zu stabilisieren. Diesen Spagat löst Continental mit einer schaltbaren Motorlagerung: Sie kann beides.

Ganzheitlicher Mobilitätsansatz: Neue innovative 48V-Antriebe für E-Bikes

Im Rahmen zukünftiger Mikromobilitätsanwendungen nutzt Continental seine Kompetenz im Bereich 48V-Technologie zur Entwicklung zukunftsweisender Antriebskonzepte. Auf der IAA werden hierzu zwei neue 48V-Motoreinheiten für Elektrofahrräder vorgestellt. Eine revolutionäre Antriebseinheit mit integriertem stufenlosem Automatikgetriebe (48V Revolution) sowie ein Motor für die Anbindung mit konventioneller Schalttechnologie (48V Prime). Continental arbeitet zudem kontinuierlich an einer Weiterentwicklung seiner Mikromobilitätsstrategie für die Mobilität der Zukunft.


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Kontakt

Simone Geldhäuser

Simone Geldhäuser Pressesprecherin Division Powertrain Continental Telefon: +49 941 790-61302 E-Mail: