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Cellular-V2X: Führende Automobil-, Telekommunikations- und ITS-Unternehmen kündigen erste Feldversuche in Japan an

  • Continental, Ericsson, Nissan, NTT DOCOMO, OKI und Qualcomm Technologies planen für 2018 gemeinsame C-V2X-Feldversuche in Japan, um die Vorteile von C-V2X zu validieren und zu demonstrieren

 

Tokio (Japan), 12. Januar 2018. Continental, Ericsson, Nissan, NTT DOCOMO, INC., OKI und Qualcomm Technologies, Inc., eine Tochtergesellschaft von Qualcomm Incorporated (NASDAQ: QCOM), gaben heute Pläne für ihre ersten C-V2X-Feldversuche (Cellular Vehicle-to-Everything) in Japan bekannt. Ziel ist es, die Vorteile der C-V2X-Technologie aufzuzeigen, die durch den Einsatz der in den 3GPP-Spezifikationen (3rd Generation Partnership Project), Release 14, definierten Direktkommunikation entstehen. Die Versuche sollen die verbesserte Reichweite sowie Latenzzeit direkter C-V2X-Verbindungen im 5-GHz-Band unter Beweis stellen. Zudem soll mit den C-V2X-Feldversuchen der zusätzliche Nutzen netzbasierter Kommunikation mittels LTE‑Advanced (LTE‑A) nachgewiesen werden. Die erzielten Versuchsergebnisse sollen dazu beitragen, gemeinsam mit Interessenspartnern, darunter ITS (Intelligente Transportsysteme)-bezogene Organisationen und Regierungsbehörden, das Ökosystem für das vernetzte Fahrzeug der Zukunft zu entwickeln, und den Übergang zum neuen globalen Mobilfunkstandard 5G New Radio (NR) einzuläuten, der derzeit vom 3GPP definiert wird.

C-V2X ergänzt die Sensorik anderer Fahrerassistenzsysteme, wie Radar, Lidar und Kamerasysteme, durch die NLOS-Technologie (non-line of sight), die eine geringere Latenz, größere Reichweite und Cloud-Unterstützung bietet. Dadurch können Fahrzeuge über größere Distanzen sehen, hören und kommunizieren, sogar an nicht einsehbaren Kreuzungen.

C-V2X ist eine hochmoderne Funktechnologie, die derzeit für den globalen Einsatz validiert wird. Sie nutzt die von der Automobilindustrie in langjähriger Forschungsarbeit entwickelten oberen Protokollschichten für neue, erweiterte End-to-End-Anwendungsfälle. Direkte C-V2X-Verbindungen bieten eine größere Reichweite und Ausfallsicherheit unabhängig von Mobilfunknetzunterstützung oder Netzabdeckung.

C-V2X lässt Fahrzeuge über große Distanzen sehen, hören und kommunizieren, sogar an nicht einsehbaren Kreuzungen. © Continental AG

Die Feldversuche befinden sich bereits in der Vorbereitungsphase und sollen 2018 beginnen. Der Schwerpunkt der Anwendungsfälle wird auf der direkten Kommunikation zwischen Fahrzeugen (Vehicle-to-Vehicle, V2V), zwischen Fahrzeug und Infrastruktur (Vehicle-to-Infrastructure, V2I) und zwischen Fahrzeug und Fußgängern (Vehicle-to-Pedestrian, V2P) sowie auf Mobilfunkverbindungen mit großer Reichweite zwischen Fahrzeug und Netzwerk (Vehicle-to-Network, V2N) mit Cloud-Zugang liegen.

Continental wird das C-V2X-Referenzdesign von Qualcomm® einsetzen, das den Qualcomm®-Chipsatz 9150 C-V2X mit integrierter Unterstützung des Global Navigation Satellite Systems (GNSS) umfasst, um vernetzte Fahrzeugsysteme zu entwickeln und in Nissan-Fahrzeuge zu integrieren. Nissan wird V2X-Anwendungsfälle auswählen und Testszenarien mit Leistungsindikatoren (KPIs) für die Validierung der C-V2X-Technologie entwickeln. OKI, eines der führenden Unternehmen im Bereich ITS, wird seine Kompetenzen in Roadside-Unit (RSU)-Infrastrukturen und -Anwendungen zur Verfügung stellen, um die Eignung der V2I-Technologie für erweiterte Verkehrsanwendungen zu demonstrieren. Hierzu wird OKI den Chipsatz 9150 C-V2X von Qualcomm® in die eigene RSU integrieren. Ericsson als eines der führenden Unternehmen in Telekommunikationstechnologie und -diensten wird sich bei den Beratungen über V2N-Anwendungsfälle einbringen und die Kombination von direkter Kommunikation und LTE-A-Netztechnologien abwägen. NTT DOCOMO wird LTE-A-Netz- und V2N-Anwendungen zur Verfügung stellen. Dabei sollen die Vorteile des komplementären Einsatzes netzbasierter Kommunikation für eine Vielzahl von Anwendungsfällen im Bereich der erweiterten IT-Sicherheit von Fahrzeugen nachgewiesen werden.

„Die Vernetzung von Fahrzeugen hat für uns oberste Priorität. Dank unserer mehr als zwanzigjährigen Erfahrung in der Telematik-Entwicklung, mehr als 30 Millionen verkaufter Einheiten sowie unserer langjährigen Kompetenz in der Entwicklung von V2V-Sicherheitsprodukten sind wir bereit, das Potenzial der Mobilfunk-Konnektivität voll auszuschöpfen, um erweiterte Fahrzeugfunktionalitäten bereitzustellen. Gemeinsam mit Nissan möchten wir zeigen, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Automobilzulieferern, Automobilherstellern, Mobilfunkbetreibern und Anbietern von Infrastruktur und Chipsätzen von großer Bedeutung ist, um die Cellular-V2X-Technologie weiterzuentwickeln und zu optimieren“, erklärte Lars Schultheiss, Vice President und Leiter der Continental-Geschäftseinheit Infotainment & Connectivity in Japan.

„Die Cellular-V2X-Lösung ist insofern einzigartig, als sie innerhalb eines gemeinsamen Technologie- und Ökosystems sowohl netzbasierte als auch direkte Kommunikation für V2X-Dienste bietet. Über die netzbasierte Kommunikation können Dienste zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrseffizienz zur Verfügung gestellt werden, die sich die bereits bestehende Netzabdeckung und Verfügbarkeit von Mobilfunkmodems und Smartphones zunutze machen. Sie ermöglicht außerdem die Vernetzung mit verschiedenen cloudbasierten Diensten und bietet so eine große Bandbreite von Anwendungen und Wertschöpfungsleistungen. Die Feldversuche werden von allen Interessenspartnern unterstützt, um die Stärke der Gesamtlösung zu demonstrieren, welche sowohl die Vernetzung als auch verschiedene Anwendungen umfasst. Ericsson trägt hierzu mit seiner herausragenden Expertise im Bereich 4G- und 5G-Funk- und -Netztechnologien bei und stellt außerdem seine Erkenntnisse in Bezug auf das IoT-Ökosystem zur Verfügung“, sagte Erik Ekudden, Chief Technology Officer bei Ericsson.

Continental, Ericsson, Nissan, NTT DOCOMO, OKI und Qualcomm Technologies planen gemeinsame C-V2X-Feldversuche in Japan. © Continental AG

„Wir freuen uns, an diesem C-V2X-Feldversuch teilnehmen zu dürfen. Wir versprechen uns von dieser neuen Kommunikationstechnologie die Möglichkeit, neue Sicherheits- und Komfortfunktionen anbieten zu können“, so Tetsuo Sasaki, General Manager der Engineering-Abteilung Connected Car and Services bei Nissan. „Auf Grundlage der Daten aus diesem unter Realbedingungen durchgeführten Versuch werden wir in der Lage sein, schnell neue Dienste zu entwickeln und anzubieten, sobald die 5G-Technologie zur Verfügung steht.“

„Dieses gemeinsame Projekt vereint den wertvollen Wissensschatz und die Erfahrung der Weltmarktführer in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie und ist für alle Beteiligten unabdingbar, um im Zeitalter des sicherer und komfortabler werdenden vernetzten Fahrzeugs ihre jeweiligen Positionen zu festigen. NTT DOCOMO ist davon überzeugt, dass unsere Erfahrung im Bereich Telekommunikationssysteme für die Wertmaximierung von C-V2X unentbehrlich sein wird. Dieses Projekt wird für die vernetzten Fahrzeuge und Straßen der Zukunft, in der C-V2X eine entscheidende Rolle spielen wird, wegweisend sein“, sagte Hiroshi Nakamura, Chief Technology Officer bei NTT DOCOMO.

„Um das vernetzte Fahrzeug in der Gesellschaft zu etablieren, müssen die Funktionalitäten der Netzinfrastruktur für V2X noch viel intelligenter werden. Aufgrund von OKIs hervorragender Erfolgsbilanz bei der Entwicklung der ITS-Infrastruktur erwarten wir uns von diesem Feldversuch vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Anwendbarkeit von V2X für ITS, um anschließend gemeinsam mit anderen teilnehmenden Unternehmen den Einsatz von 5G vorantreiben zu können“, sagte Yukio Kato, General Manager des Bereichs Social Infrastructure Solutions des Geschäftsbereichs ICT von OKI.

„Wir freuen uns, mit dieser dynamischen Gruppe von zukunftsorientierten Unternehmen zusammenarbeiten zu dürfen, um die Möglichkeiten der C-V2X-Technologie in den ersten angekündigten Feldversuchen in Japan zu demonstrieren. Dank der Fähigkeit zur direkten Kommunikation wird C-V2X eine wichtige Rolle bei der Verbesserung des Sicherheitsbewusstseins und der Fahrerassistenz spielen. Dieser Feldversuch in Japan stellt einen Meilenstein für den weltweiten Einsatz der C-V2X-Technologie dar, die ab 2020 in Serienfahrzeugen verfügbar sein soll“, so Nakul Duggal, Vice President of Product Management bei Qualcomm Technologies, Inc.

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Alena Liebram

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