Modularer Fahrerarbeitsplatz

© Continental AG

Modularer Fahrerarbeitsplatz: Continental bringt das Buscockpit ins digitale Zeitalter

  • Fahrerarbeitsplatz im Bus wird übersichtlicher, individueller und attraktiver
  • Modulares Konzept setzt auf digitale Displays und elektronische Schalterfelder
  • VDV-konformes Design gibt Herstellern und Betreibern neue Möglichkeiten durch mehr Flexibilität


Villingen-Schwenningen, 5. Juli 2018. Elektronische Schalterfelder statt mechanischer Schalter, übersichtliche Displays statt analoger Anzeigen: Das Technologieunternehmen Continental bringt mit dem modularen Fahrerarbeitsplatz (mFAP) das Bus-Cockpit ins digitale Zeitalter. In Stadt- und Überlandbussen macht der mFAP den Arbeitsalltag von Busfahrern ergonomischer, komfortabler und sicherer, Flottenbetreiber werden flexibler und Fahrzeughersteller müssen weniger Teile vorhalten. „Digitalisierungskonzepte und das Denken in Systemen sind Kernkompetenzen von Continental“, sagt Dr. Michael Ruf, Leiter Business Unit Commercial Vehicles & Aftermarket bei Continental. „So ist es uns gelungen, den Fahrerarbeitsplatz in eine neue digitale Dimension zu bringen. Davon profitieren Fahrer und Hersteller gleichermaßen.“

Das Konzept des modularen Fahrerarbeitsplatzes stellt die Bedürfnisse des Fahrers in den Mittelpunkt und lässt sich darüber hinaus an die Erfordernisse des Einsatzbereichs anpassen, egal, ob Stadt- oder Überlandverkehr. © Continental AG

Das Konzept fügt sich nahtlos in die Gestaltungskonzepte der neuesten Fahrzeuggenerationen von Stadtbussen ein und ist bereits mit dem iF Product Design Award und dem German Design Award ausgezeichnet worden. Es lässt Herstellern durch digitale Displays völlige Freiheit bei der Anordnung und Programmierung der verschiedenen Anzeigen und Bedienfelder und sorgt für Fahrerarbeitsplätze, die sich in hohem Maße an die jeweiligen Anforderungen des Transportunternehmens anpassen lassen. Erste Einheiten werden bereits an Bushersteller ausgeliefert, Anfang 2019 beginnt die Serienproduktion. Interesse zeigen nicht nur Bushersteller, sondern auch Hersteller von elektrisch angetriebenen Kommunalfahrzeugen, von Landmaschinen oder Baufahrzeugen.

Fahrer erhält in jeder Situation ausschließlich die relevanten Informationen

Das Besondere an dem modularen Fahrerarbeitsplatz ist die Kombination aus bis zu drei Displays mit zwei frei konfigurierbaren Bedienfeldern. In der Basisausstattung zeigt das voll programmierbare 12,3-Zoll TFT-Display (MultiViu Professional 12) als zentrale Einheit verschiedene Kombiinstrumente und Informationen wie Kamerabilder an. Es wird von den Bedienfeldern rechts und links des Lenkrades ergänzt. Die relevanten Informationen und die wichtigsten Bedienfelder sind so leicht zu erfassen. Der Fahrer profitiert von dem Konzept, weil ihm nur die Informationen angezeigt werden, die er wirklich braucht und das auf Wunsch auch in seiner Muttersprache. Dadurch wird er nicht unnötig abgelenkt und kann sich ganz auf den immer stärker werdenden Straßenverkehr konzentrieren.

Der modulare Fahrerarbeitsplatz stellt sich auf jeden Fahrer ein. © Continental AG

Wo beim Fahrbetrieb die Geschwindigkeit, der Ladestand oder die Navigation angezeigt wird, sind beim Haltestellenbetrieb die Türkameras und andere dann relevante Informationen zu sehen. Beim Rückwärtsfahren oder für Rundumkamera-Systeme kann das Display als Monitor genutzt werden und macht einen Extra-Bildschirm überflüssig. Warnleuchten erscheinen nur dann auf dem Display, wenn es Störmeldungen gibt. Zusätzlich können Pop-up-Meldungen eingeblendet werden, um den Fahrer in außergewöhnlichen Situationen zu warnen. Wie von bisherigen Modellen des Fahrerarbeitsplatzes gewohnt, lässt sich das System komplett in Höhe und Neigung verstellen. Das bedeutet für den Busfahrer ergonomische Arbeitsbedingungen. Ein Mehrwert, der sich auch bei der Suche nach neuen Fahrern positiv auswirken dürfte.

Systemkompetenz entlastet Hersteller bei Teilelogistik

„Mit unserem neuen Konzept eröffnen wir ein neues Kapitel in der Geschichte des Fahrerarbeitsplatzes und haben den Menschen in den Mittelpunkt aller Überlegungen gestellt“, sagt Michael Glunk, Programmleiter für den modularen Fahrerarbeitsplatz bei Continental. „In Sachen Flexibilität und Individualisierbarkeit bedeutet der mFAP einen großen Schritt nach vorne für Fahrer, Flottenbetreiber und Hersteller.“ Durch den modulartigen Aufbau ist der Hersteller völlig frei bei der Anordnung von Bedienfeldern und Anzeigen. So kann er sich ganz nach den speziellen Anforderungen seiner Kunden und nach den Einsatzbereichen der Busse richten, ohne zusätzliche Bauteile vorhalten zu müssen.

Die Bedienfelder sind über CAN-Bus verbunden und frei programmierbar. Das macht das System universell einsatzbereit. Trotz dieser Flexibilität ist der Arbeitsplatz konform mit dem EBSF-Standard (The European Bus System of the Future) und entspricht den Anforderungen des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Durch die robuste Ausführung aller Komponenten bewährt sich der mFAP auch im harten Busalltag. „Als Technologieunternehmen ist Continental breit aufgestellt und in der Lage, aus vielen verschiedenen Komponenten ein umfassendes System zu entwickeln, das für den Fahrzeughersteller einen großen Mehrwert bietet“, sagt Dr. Michael Ruf.

Flottenbetreiber profitieren von Flexibilität und Individualität

Werden weitere Schalter, Anzeigen oder Zusatzgeräte gebraucht, lassen sich an dem Arbeitsplatz zwei zusätzliche Displays anstecken. Der Fahrzeughersteller kann alle Module nach den Wünschen seiner Kunden individuell programmieren und auch einfach von Links- auf Rechtslenker umstellen. Sollte der Bus später für einen anderen Einsatzweck auf Tour gehen, können die Bedienfelder leicht mit neuen Tastensymbolen ausgestattet und neu programmiert werden. Ein Vorteil, der mit mechanischen Schaltern nicht ohne weiteres realisierbar ist und von dem auch Flottenbetreiber profitieren.

Kein Schalter wird unbeabsichtigt verstellt

Weiterer Vorteil des modularen Fahrerarbeitsplatzes: Er verfügt wahlweise über eine Memory- oder PowerOn-Funktion. Beim nächsten Start sind zum Beispiel Schalter und Anzeigen auf demselben Stand wie beim Verlassen des Busses – oder in einer Grundstellung, auch wenn zwischendurch ein Reinigungsteam über die Module gewischt haben sollte. Hersteller, die ihren Kunden ein zusätzliches Designangebot machen möchten, können Schalter und Hintergrundbeleuchtung des modularen Fahrerarbeitsplatzes auch in ein farblich passendes Ambiente-Licht tauchen.

Unter https://www.continental-automotive.com/mfap gibt es weitere Informationen zum modularen Fahrerarbeitsplatz, unter anderem zeigt ein Video anschaulich, wie er in der Praxis funktioniert.


Kontakt

Oliver Heil

Oliver Heil Pressesprecher Commercial Vehicles & Aftermarket Continental Telefon: +49 69 7603-9406 Fax: +49 69 7603 88 9406 E-Mail: