Dr. Elmar Degenhart

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Elektromobilität: wichtiger Bestandteil im Antriebsmix der Zukunft

Anlässlich der Jahrespressekonferenz im März 2018 beschrieb CEO Dr. Elmar Degenhart die Bedeutung und Herausforderungen der Elektromobilität: 

"Mit unseren innovativen Technologien und dem intelligenten Einsatz von Software, Elektronik und Sensorik ermöglichen wir automatisiertes und autonomes Fahren sowie die Vernetzung und Elektrifizierung der Fahrzeuge.

Wichtiger Bestandteil im Antriebsmix der Zukunft wird die Elektromobilität. Continental ist einer der wenigen Systemanbieter, der eine komplette Elektrifizierung des Antriebsstrangs aus einer Hand bieten kann – vom Elektromotor, über die Leistungselektronik und dem Energie- sowie Thermomanagement bis zur Ladetechnologie.

Damit erschließen wir konsequent die Wachstumspotentiale der Elektrifizierung.

Der Verbrenner hat seinen Zenit noch längst nicht überschritten.

Gleichzeitig nutzen wir die Wachstumspotentiale, die der Verbrenner noch bietet. Denn man kann es nicht oft genug wiederholen: Er hat seinen Zenit noch längst nicht überschritten.

Aktuell steht der Diesel im Zentrum des öffentlichen Interesses. Fahrverbote sehen wir kritisch. Denn als Technologieunternehmen denken wir in Lösungen, nicht in Verboten. So sind intelligentere Verkehrsführungen und auch die Nutzung alternativer Antriebe effiziente Mittel zur Reduzierung von Emissionen. Nun werden Verbraucher in deutschen Städten unter Umständen zu Leidtragenden. Wir setzen unsere Anstrengungen fort, emissionsarme, saubere Antriebe für alle Fahrzeugklassen zu ermöglichen. Die Technologien dafür sind bereits vorhanden.

Zweifelsohne wird die Bedeutung des Diesels abnehmen. Klar ist aber auch: Neben dem Benziner wird der Diesel auch zukünftig gebraucht werden, insbesondere um schwere Pkw und Lkw effizient zu bewegen.

Continental ist vom Geschäft mit der Dieseltechnologie aber nicht abhängig. Es macht nur knapp 2 Prozent von unserem Gesamtumsatz aus.

Heutige Fahrzeuge können durch hochflexible Einspritzung, 48-Volt-Hybrid-Technik, Abgasnachbehandlung und elektrisch beheizbare Katalysatoren zukünftige Abgasnormen bereits heute deutlich unterbieten. Die passenden Lösungen dafür liefern wir.

Als wichtige Übergangstechnologie hin zum vollelektrischen Fahren gilt die 48-Volt-Technik. In diesem schnell wachsenden Markt der 48-Volt-Mildhybride können wir künftig den kompletten Elektroantrieb inklusive Batteriesystem aus einer Hand anbieten. Dazu haben wir, wie gestern bekannt gegeben, ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Automobilzulieferer CITC gegründet. Das Joint Venture, an dem wir die Mehrheit halten werden, soll Mitte 2018 den Betrieb aufnehmen und von China aus weltweit agieren.

Für die kleinen 48-Volt-Akkus der Mildhybridsysteme sind Lithium-Ionen-Zellen eine effiziente, ausgereifte und wirtschaftliche Technologie. Hochvoltbatterien für reine Elektrofahrzeuge erfordern dagegen in der Zelltechnologie einen Entwicklungssprung. Nur damit erreichen wir eine wirklich hohe Energiedichte und Leistung zu wirtschaftlichen Kosten. Mit Festkörper-Batteriezellen könnte dieser Durchbruch gelingen. Deshalb möchte ich nochmals betonen: Sollten sich unsere Erwartungen an die Festkörpertechnik erfüllen, würden wir uns die Option weiterhin offenhalten, in die Herstellung dieser innovativen Batteriezellen einzusteigen."


Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender Continental AG © Continental AG